Dereinst in grauer Vorzeit – jener Zeit, über die die Alten nur mit gesenkter Stimme sprechen – in jener Zeit also war ERIADOR nichts weiter als eine Ansammlung verstreuter Gehöfte und klappriger Hütten. Das fruchtbare Land erstreckte sich von der schroffen Steilküste des Mare Jurensis unendlich weit in den Horizont, nur hier und da unterbrochen durch ungezähmte Flüsse und tiefdunkel rauschende Wälder.

Die Legende besagt dass Roman der Ältere eine Einsiedelei bewohnte auf eben jenem Berg, der heute als der Heilige Bucher Berg bekannt ist. In einer launigen Gewitternacht, als er regendurchnässt im nahen Wald die entflohenen Schafe zusammentrieb, fand an der höchsten Stelle – dort wo die hohen Bäume nur lichte beisammen stehen – ein Neugeborenes in windige Lumpen gewickelt. Sein großes Herz befahl ihm, sich des Kindes anzunehmen und so zog er das Kind wie sein eigenes auf. Er gab ihm den Namen Arthur.

Man sagt, Arthur sei das Kind von Harb, dem Gott des Krieges, und Bidaya, der Göttin des Morgens.

Schon früh habe Roman der Ältere erkannt, welche Stärke und Ausdauer in dem jungen Findelkind steckt. Und so gab er Arthur im zarten Alter von 13 Lenzen als Knappe an seinen Lehnsherren, damit seine Ausbildung mit Schwert und Lanze zur Vollendung komme. Schon bald überflügelte Arthur all seine Altersgenossen.

Und wenige Jahre später schon sollte Arthur in dem Krieg, der als der “Große Krieg” in die Geschichte einging, seine wahre Bestimmung finden. Zunächst an der Seite seines Herren tapfer die Schlacht schlagend, erkannte er schon bald, wie unnütz und unsäglich der Streit mit Waffen um ein lächerliches Stück Boden doch war.

Arthur begehrte auf und scharte eine kleine tapfere Gruppe Recken, vielleicht 50 an der Zahl, um sich. Es heißt, er sei wie der Beserker in die kämpfenden Massen gefahren und als nichts mehr übrig war, gegen das er habe kämpfen können, habe er niedergekniet und geschworen, auf alle Zeiten eine Übereinkunft zwischen den Stämmen auszuhandeln, auf dass nie wieder Krieg herrsche.

Er berief die Stammesältesten der vier großen Stämme ein und handelte den noch heute gültigen Bucher Frieden aus. Er einte das Land und teilte es unter den vier Stämmen auf. Die Übereinkunft sah vor, dass die Stämme jeweils das älteste Mitglied in den Kleinen Rat berufen sollten und dieser fortan in einmütiger Weise die Geschicke des Landes mitbestimmen solle. Sich selbst ließ er sieben Tage später zum König krönen: Arthur I.

Nun, 3036 Jahre später, ist der Thron verweist und die vier Häuser beanspruchen jeweils den Thron für sich. Aber nur einem wird die Ehre zuteil werden, den neuen König oder die neue Königin zu bestimmen.

Auch du, tapferer Recke, kannst Teil dieser Entscheidung historischen Ausmaßes werden. Wähle dein Haus und gehe in die unsterbliche Geschichte ein.

Doch sei gewarnt! Eine einmal getroffene Eintscheidung kann nicht rückgängig gemacht werden. Also bedenke alles Für und Wieder und wähle weise.

Welchem Haus wirst du dich anschließen?